ZAUBERHAFTE CARMAGUE

 

 

Immer wieder zieht es Uwe Hilsmann in die Camargue. Das südfranzösische
Rhonedelta mit seinen verschiedenen landschaftlichen Facetten ist unter
Naturliebhabern schon lange kein Geheimtipp mehr. Im Sommer fliegen
tausende von Libellen über die Landschaft, im Gesträuch lauern
Gottesanbeterinnen auf Beute. Wildschweine können plötzlich geräuschvoll
aus dem Schilf der Flachwassertümpel auftauchen und den Weg
kreuzen.Nutrias, die aus Südamerika eingeführten Biberratten, tummeln
sich nahezu überall, wo es Wasser gibt. Wahrzeichen der Camargue sind
die Rosaflamingos, die dort in großer Zahl heimisch sind und meist auch
brüten.
Natürlich zeige ich auch Bilder der südfranzösischen Kultur, Gardians,
halbwilde Pferde und Stiere, dörfliche Impressionen und die blühenden
Lavendelfelder der Provence.

 

 

Camargue - Landschaft in der Provence

 

Aus ursprünglichen Überschwemmungsgebieten und Sumpflandschaften ist die einzigartige Kulturlandschaft der Camargue im Süden Frankreichs erwachsen. Rinder und Pferde bewegen sich als freilaufende Herden durch die weiten Flächen des Naturparks. Flamingos und Reiher fliegen über die Flachwasserseen der Sonne entgegen. Auf der Suche nach Nahrung waten die Vogelschwärme durch das seichte Wasser, das reich an nahrhaften Salinenkrebsen ist. In den Salinen verdunstet durch die Einstrahlung der Sonne und den Luftströmen der Winde das Wasser. Zurück bleibt das Meersalz in seiner kostbarsten Form. Die kristalline Struktur des Sol de Fleur, der Salzblume, besteht aus bizarren, im Licht funkelnden, feingliedrigen Nadeln von leicht rötlicher Färbung. Die Camargue ist für jeden ein besonderes Erlebnis. Naturliebhaber erfreuen sich an Flora und Fauna. Kunstliebhaber und Kunstschaffende erfahren neue Inspirationen. Die Anthroposophen erforschen die kulturellen Charakteristika und Lebensformen der Region.

 

 

Camargue - die Flora und die Fauna

 

Weiße Camargue-Pferde und schwarze Stiere laufen als Herden durch die freie Wildbahn. Mehr als dreihundert überwiegend seltene Vogelarten haben in den sehr flachen Brackwasserseen, die das typische Landschaftsbild der Camargue prägen, ihr Refugium gefunden. Seltene Wasservögel wie der rosarote Flamingo und der silbrig-mattglänzende Seidenreiher lassen sich hier im Flug oder bei der Nahrungssuche beobachten. In der Camargue befinden sich einige der letzten Brutplätze der rosaroten Flamingos. Bis zu 45.000 Exemplare beherbergt die Brutkolonie. Sie ist damit die größte Brutstätte der vor dem Aussterben bedrohten Vogelart in Europa. Die meisten Vögel nisten auf der künstlich aufgeschütteten Insel Etang de Fangassier. Von hier starten sie zu gemeinsamen Flugformationen. Die Nahrung suchen sie in den von Deichen eingezäumten Flachsee. Im brackigen Wasser der Lagunen tummeln sich dort die kleinen Salinenkrebse, die den Vögeln als Nahrung dienen. Die Krebstiere enthalten die Farbstoffe, die dem Gefieder der Rosaflamingos die typische Färbung verleihen. Ein Teil der Population zieht zum Überwintern im Frühherbst in die nördlichen und westlichen Regionen des afrikanischen Kontinents, ein anderer bleibt vor Ort. Die reizvolle Beobachtung der Fauna ist somit das ganze Jahr über möglich. Der weiße Seidenreiher gehört hier zu den häufigsten europäischen Reiherarten. Die Camargue ist das Anbaugebiet von eine spezielle Reisart. Der rote Reis ist ein Produkt der traditionell betriebenen Landwirtschaft. Die flachen Seelandschaften bieten zahlreichen Wasserpflanzen einen nahrhaften und stabilen Grund. Darunter sind auch viele Schilfarten und Tamarisken zu finden, die sich anderswo so nicht finden lassen.